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13.12.2009 von Jeremias.
Lichterloh erleuchtet sind die Fenster vom Museum. Heller Schein in der Nacht durchflutet den Innenhof. Man fühlt sich an 1152 oder 1865 erinnert, als das Stift lichterloh brannte. Aber diesmal sind es elektrische Lampen und Fackeln, die die Räume zum Adventsmarkt säumen und erhellen. Ein paar Tausend Menschen sind von Freitag bis Sonntag nach Admont rund um die Stiftskirche gekommen, haben die Gottesdienste mitgefeiert, und auch dem Adventssingen beigewohnt mit jenem wunderschönen “Adventsjodler”, den Fr. Ulrich aufgezeichnet hat: www.ulrisch.at
–> sehens- und hörenswert!
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13.12.2009 von Jeremias.
Er ist da. Der Schnee. Er lag in der Luft, man roch und spürte ihn förmlich. Es drängte ihn, hernieder zu fallen. Jetzt bedeckt er nach und nach den Erdboden, verzaubert alles in eine reine Landschaft, still und leise…
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11.12.2009 von Jeremias.
Es ist kurz vor dem großen Schnee-Einfall. Deutlich kälter ist es geworden. Es liegt in der Luft. Bald kann es losgehen.
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9.12.2009 von Jeremias.
Er kommt und kommt nicht. Der Winter, der Schnee, die Stille in der Eiseskälte.
Eine Vorstellung von Admont… bizarr… aber doch schön.
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8.12.2009 von Jeremias.
Der Mensch vermag nichts aus eigener Kraft. Obgleich wir “Macher” sein wollen. Wir wollen alles im Griff haben und streben nach Erkenntnis. Doch der Weg der Erkenntnis nach oben, der nur sich selbst im Blick hat, führt oft
haarscharf am Abgrund des Lebens vorbei, entfernt uns auch vom Bezug auf das WOZU des Lebens, das nicht in der technischen Leistung, nicht im wissenschaftlichen Fortschritt, nicht im Größenwahn gewonnener Schlachten zu beantworten ist.
Wir haben unser “Paradies” von einst verloren. Das Große, das Gott mit uns vor hatte, seinen Plan, den Architekturplan des Lebens, haben wir verspielt. Die Spielregeln haben wir selbst machen wollen. Wo er sagte: Tu es nicht! Da taten wir es doch. Wo er warnte und nach dem Warum fragte, sagte wir nur: Darum! Der Mensch will selbst Herr sein. Doch haben wir das Leben wirklich im Griff? Ist das Leben nicht ein einziges Geschenk, abgezählt jeder Tag, jede Stunde - kann uns der “Sekundentod” nicht erreichen, jetzt.
Zerbrochen ist das geistliche Gefäß wie ein Glas. Doch Gott lässt neue Liebe darin blühen. er bewahrt uns. Er führt uns.
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6.12.2009 von Jeremias.
Heute ist das Fest des Hl. Nikolaus, auch wenn der zweite Adventsonntag ihn “verdrängt”, so ist das halt.. Dennoch kam zum Mittagessen in unseren Konvent ein (weiblicher !!!) Nikolaus, was für ein modernes Kloster, unglaublich… Naja, jedenfalls bekam jeder einen Lebkuchennikolaus, auch der Novize - also ich -, doch dann hatte der P. Prior noch etwas Besonderes für mich parat: Einen Krampus aus gesundheitsförderlichen Früchten. Der schaut so aus, also nicht der P. Prior, sondern der Krampus. Der Nikolaus überreichte diesen mir, an den “Benjamin im Konvent”, so nennt mich der Prior immer liebevoll.
Jetzt werdet ihr euch fragen: Was bitte schön ist ein Krampus? Hier ein kleiner Ausflug ins Reich von Wikipedia. Fundiert ist es schon.
Der Krampus ist im alpenländischen Adventsbrauchtum sowie in Ungarn, Tschechien, Teilen Norditaliens und Teilen Kroatiens eine Schreckgestalt in Begleitung des Heiligen Nikolaus. Während der Nikolaus die braven Kinder beschenkt, werden die unartigen vom Krampus bestraft. Der Krampus ähnelt somit in der Funktion dem Knecht Ruprecht, es bestehen aber Unterschiede zwischen beiden Figuren: Während Knecht Ruprecht einzeln auftritt, treten die Krampusse meist in größeren Gruppen auf. Der Name leitet sich von mittelhochdeutsch Krampen „Kralle“ oder bairisch „Krampn“ ‚etwas Lebloses, Vertrocknetes, Verblühtes‘ oder ‚Verdorrtes‘ ab. Der Krampusbrauch war ursprünglich in ganz Österreich verbreitet und wurde dann in der Zeit der Inquisition verboten, da es bei Todesstrafe niemandem erlaubt war,
sich als teuflische Gestalt zu verkleiden. Jedoch wurde dieser Winterbrauch in manchen schwer zugänglichen Orten weitergeführt. Ausgehend von den Klosterschulen (Kinderbischofsfest) entwickelte sich
seit Mitte des 17. Jahrhunderts der Einkehrbrauch: begleitet von Schreckgestalten, Teufeln und Tiermasken (Habergeiß), prüft und beschenkt der Heilige Nikolaus die Kinder, während die Unartigen vom Krampus bestraft werden. In vielen Dörfern und Städten gibt es auch heute noch Krampusumzüge, bei denen als Krampus Verkleidete unter lautem Lärm ihrer Glocken durch die Straßen ziehen, um Passanten zu erschrecken. Dabei machen sie auch Gebrauch von ihren langen Ruten. Krampustag ist der 5. Dezember, während das Fest des Heiligen Nikolaus auf den 6. Dezember fällt; üblicherweise erscheinen aber beide Gestalten gemeinsam am Abend des 5. Dezembers zum Teil jedoch auch am 6. Dezember.
Kurz: seltsame Bräuche… denn diese Krampusse (Krampi?) laufen über die Straße, pöbeln die Leute an und erschrecken kleine Kinder. Und manch einen schlagen sie wirklich mit der Rute.
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5.12.2009 von Jeremias.
Es gibt schon Seltsames auf dieser Welt. Das eine - worüber wir alle immer als erstes sprechen - ist das Wetter. “Und, wie ist das Wetter bei euch?” - als ob das die entscheidende Frage wäre. Aber ist tatsächlich so. Das Wetter, die “klimatischen Verhältnisse” haben etwas mit meinem emotionalen Klima in mir zu tun. Und das Äußere macht es sichtbar:
Bei diesem Bild vom Bergleuchten (wie beim Alpenglühen) am späten Nachmittag, kurz vor Sonnenuntergang - so ist es auch diese Woche entstanden - kommen in mir Gefühle von Erhabenheit, tiefem Respekt vor dem Berg und der Natur, ich bin ergriffen und fasziniert zugleich, und ich ahne, dass dahinter noch eine “Macht” steht, die all dies in ihren Händen hält. Dass Gott wie dieser Fels ist, inmitten der Zeit, dass er strahlt und ausstrahlt…
Eine andere Stimmung hingegen dann am frühen Vormittag:
Gewiss, kein ausgesprochen schönes Motiv, es fehlt letztlich der Schnee, auf den ich warte. Aber das Traurige, Nebulöse, leicht “tot” wirkende ergreift mich auch, löst in mir etwas Unruhiges aus, vielleicht sogar Ängstliches.
Solche Stimmungen sind also wie das Wetter. Sie beeinflussen sich gegenseitig und irgendwie gehört es dazu. Wenn wir also nach dem Wetter fragen, so scheint mir, fragen wir irgendwie auch immer danach, wie es dem anderen geht.
Und, wie ist das Wetter bei Ihnen / bei dir?
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2.12.2009 von Jeremias.
(Bild mal anklicken - gaaaaaaaaaaaaaanz breit)
When the snow falls wunderbar
And the children so happy are,
When the Glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know, es ist soweit:
She is here, the Weihnachtszeit
Every Parkhaus is besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Kaufhof, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings.
Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging off the balls,
Then he from the Leiter falls…
Finally the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein
And it sings the family
Schauerlich: “Oh, Chistmastree!”
And the jeder in the house
Is packing the Geschenke aus.
Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
President speaks in TV,
All around is Harmonie,
Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.
And so comes die Feuerwehr
With Tatü, tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.
And they schrei - “Wasser marsch!”,
Christmas now is in the …
Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits…
(zugemailt bekommen, kann ja nicht so gut Englisch…)
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30.11.2009 von Jeremias.
1. Dezember. Welt-AIDS-Tag. Weltweit. Alle 15 Sekunden stirbt jemand auf der Welt an den Folgen von AIDS, aber viel öfter wird ein mit HIV lebender Mensch diskriminiert, verurteilt, ausgeschlossen, verleumdet, entlassen, festgenommen, geschlagen oder aus dem Haus geworfen. In 2009 und 2010 konzentriert sich der Welt-AIDS-Tag auf HIV und die Menschenrechte. Für uns Christen ist dies eine wertvolle Gelegenheit, um über HIV und unseren Glauben nachzudenken, unseren Glauben, dass alle Menschen nach Gottes Abbild geschaffen sind. Während wir daran arbeiten, die Menschenrechte derer zu schützen und umzusetzen, die mit HIV leben oder sonst von HIV betroffenen sind, oder in Gefahr sind sich zu infizieren, müssen wir uns auch der geistlichen Aufgabe bewusst werden, dass wir aufgerufen sind, für Gerechtigkeit zu kämpfen und alle als unsere Schwestern und Brüder zu behandeln.
Ich bin ein Mensch.
Ich habe das Recht zu leben.
Ich mag eine Prostituierte oder
ein Drogenabhängiger sein,
aber ich werde
von Gott akzeptiert.
Ich mag eine infizierte alleinstehende Mutter sein,
aber ich habe ein Recht
auf Behandlung.
Ich bin
Gottes Kind.
Ich mag arm sein,
aber ich habe ein Recht
auf gesundes Essen
und sauberes Wasser.
Ich mag anders sein als Du,
aber ich habe das Recht sicher zu leben.
Ich mag sterben,
aber ich habe das Recht
auf Fürsorge
und Unterstützung.
Ich bin Gottes Kind.
Ich kann mein Haupt erheben.
Ich kann für Gerechtigkeit kämpfen.
Ich mag ohne meine Beine sein,
aber in Christus
stehe ich aufrecht,
weil meine Erlösung nahe ist.
Ich bin ein Mensch.
Wir alle sind Gottes Kinder.
Wir alle haben das Recht zu leben.
aus: http://www.lutheranworld.org/What_We_Do/HIV-AIDS/Resources/WADLiturgy09_DE.pdf
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28.11.2009 von Jeremias.
Bilder sprechen eine eigene Sprache. In der Stiftskirche gibt es manche Motive, die unerwartet und berührend für mich sich sind. Hier meine Impressionen von meinem Gang heute Morgen durch die Stiftskirche.
Unsere Fatimakapella im linken Turm. Ein Ort der Stille, des Schweigens.
Von draußen kommt Tageslicht hinein. Innen umhüllt angenehme Dunkelheit.
O Maria, sei gegrüßt… im Schatten des Kreuzes standest du.
Josef, Gottes Licht traf dich. Jesus, den du in Händen hieltest - wurde zum Eckstein.
Die Säulen der Erde - das Himmelsgewölbe tragend.
Durch den Kranz, die Krone des Advent hindurch - den Himmel erblickend.
Gott bringt Farbe in dein Leben. Die Glut seiner Leidenschaft umhüllt dich.
Höre, mein Sohn, auf die Worte des Meisters…
Öffne die Augen deines Herzens, damit du siehst,
was unscheinbar und noch verborgen
in dir zur Welt kommen will: Christus, der Herr.
Das Kind in der Krippe.
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