Es gibt schon Seltsames auf dieser Welt. Das eine - worüber wir alle immer als erstes sprechen - ist das Wetter. “Und, wie ist das Wetter bei euch?” - als ob das die entscheidende Frage wäre. Aber ist tatsächlich so. Das Wetter, die “klimatischen Verhältnisse” haben etwas mit meinem emotionalen Klima in mir zu tun. Und das Äußere macht es sichtbar:
Bei diesem Bild vom Bergleuchten (wie beim Alpenglühen) am späten Nachmittag, kurz vor Sonnenuntergang - so ist es auch diese Woche entstanden - kommen in mir Gefühle von Erhabenheit, tiefem Respekt vor dem Berg und der Natur, ich bin ergriffen und fasziniert zugleich, und ich ahne, dass dahinter noch eine “Macht” steht, die all dies in ihren Händen hält. Dass Gott wie dieser Fels ist, inmitten der Zeit, dass er strahlt und ausstrahlt…
Eine andere Stimmung hingegen dann am frühen Vormittag:
Gewiss, kein ausgesprochen schönes Motiv, es fehlt letztlich der Schnee, auf den ich warte. Aber das Traurige, Nebulöse, leicht “tot” wirkende ergreift mich auch, löst in mir etwas Unruhiges aus, vielleicht sogar Ängstliches.
Solche Stimmungen sind also wie das Wetter. Sie beeinflussen sich gegenseitig und irgendwie gehört es dazu. Wenn wir also nach dem Wetter fragen, so scheint mir, fragen wir irgendwie auch immer danach, wie es dem anderen geht.
Und, wie ist das Wetter bei Ihnen / bei dir?
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