Archive für Dezember 2009

Zum Neuen Jahr:

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Gesegnete Weihnachten

Im Stift begehen wir den Heilig Abend und die Weihnachten auf sehr schöne Weise.

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Wir haben insgesamt drei Christbäume zu schmücken: Einen im Speisesaal (Refektorium - siehe oben), einen in der Chorkapelle und einem auf dem Gang (ebenfalls Foto oben).Das kostet ganz schön viel Arbeit und so ziemlich alle jungen Brüder sind beschäftigt. Daneben müssen alle auch mit den Vorbereitungen der Predigten und Tischdecken klarkommen. Viele Gottesdienste warten auf uns.

Am Abend werden die Gänge mit Drei-Tage-Lichtern links und rechts am Wegesrand gesäumt. Das sieht total schön aus!

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Für drei Tage brennen Tag und Nacht diese Kerzen und es ist eine Wonne, im Dunkel morgens bzw. abends diese Gänge entlang zu gehen. Eine Flugschneise für das Christkind.

Auch die hausinterne Chorkapelle sieht total festlich aus…  (je nach Aufnahme…)

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Wenn alle Vorbereitungen dieser Art getroffen sind, dann kehrt Ruhe ins Haus ein. Alle haben sich nach dem Mittagessen zurückgezogen. Es ist echt sehr still im Haus. Zeit zu einem kurzen Schlaf, denn die Nacht wird lang, zu letzten Vorbereitungen der Predigt…

dscn3456.JPGdscn3454.JPGDann beginnt unser Heilig Abend mit der Vesper und der Matutin (dem vorgezogenen Morgengebet). Gegen 19 Uhr treffen wir uns dann alle im Speisesaal. Dort folgt dann ein vom Novizen ausgearbeitetes Programm: Wir singen Lieder, hören das Martyrologium (eine historische Rückblende, wann die Geburt Jesu war, total schön!), dann das Evangelium, dann folgt eine Ansprache vom Prior, dann vom Abt, schließlich singen wir wieder und dann ist der Jüngste (ich in diesem Jahr dran!) und trägt etwas vor. Ich habe ein langes Gedicht über die Mitbrüder aus der Sicht eines “Wicht’s” geschrieben… Danach werden die Lichter gelöscht, am Tannenbaum die Kerzen entzündet (echte!) und wir singen “Stille Nacht, heilige Nacht”. Wir beglückwünschen uns zum Christfest, danach essen wir und trinken wir zusammen ganz gemütlich.

Um 22.00 Uhr ist die Christmette mit unserem Herrn Abt Bruno, dem Kirchenchor und der traditionellen Öffnung der Josef-Stammel-Krippe, auf die wir in Admont mächtig stolz sind. Sie wurde übrigens vor genau 70 Jahren, 1939 - mitten im 2. Weltkrieg trotz Androhung der Nazi - geöffnet und damit ein Zeichen gesetzt: Christus ist der HERR!

Es brennt lichterloh im Stift!

Lichterloh erleuchtet sind die Fenster vom Museum. Heller Schein in der Nacht durchflutet den Innenhof. Man fühlt sich an 1152  oder 1865 erinnert, als das Stift lichterloh brannte. Aber diesmal sind es elektrische Lampen und Fackeln, die die Räume zum Adventsmarkt säumen und erhellen. Ein paar Tausend Menschen sind von Freitag bis Sonntag nach Admont rund um die Stiftskirche gekommen, haben die Gottesdienste mitgefeiert, und auch dem Adventssingen beigewohnt mit jenem wunderschönen “Adventsjodler”, den Fr. Ulrich aufgezeichnet hat: www.ulrisch.at

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–> sehens- und hörenswert!

Willkommen weiße Pracht!

Er ist da. Der Schnee. Er lag in der Luft, man roch und spürte ihn förmlich. Es drängte ihn, hernieder zu fallen. Jetzt bedeckt er nach und nach den Erdboden, verzaubert alles in eine reine Landschaft, still und leise…

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Schnee liegt in der Luft…

Es ist kurz vor dem großen Schnee-Einfall. Deutlich kälter ist es geworden. Es liegt in der Luft. Bald kann es losgehen.

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Verträumt… erwartet…

Er kommt und kommt nicht. Der Winter, der Schnee, die Stille in der Eiseskälte.

Eine Vorstellung von Admont… bizarr… aber doch schön.

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Gottes zerbrochene Liebe

zerbrochene_liebe_01.JPGDer Mensch vermag nichts aus eigener Kraft. Obgleich wir “Macher” sein wollen. Wir wollen alles im Griff haben und streben nach Erkenntnis. Doch der Weg der Erkenntnis nach oben, der nur sich selbst im Blick hat, führt oft zerbrochene_liebe_04.JPGhaarscharf am Abgrund des Lebens vorbei, entfernt uns auch vom Bezug auf das WOZU des Lebens, das nicht in der technischen Leistung, nicht im wissenschaftlichen Fortschritt, nicht im Größenwahn gewonnener Schlachten zu beantworten ist.

Wir haben unser “Paradies” von einst verloren. Das Große, das Gott mit uns vor hatte, seinen Plan, den Architekturplan des Lebens, haben wir verspielt. Die Spielregeln haben wir selbst machen wollen. Wo er sagte: Tu es nicht! Da taten wir es doch. Wo er warnte und nach dem Warum fragte, sagte wir nur: Darum! Der Mensch will selbst Herr sein. Doch haben wir das Leben wirklich im Griff? Ist das Leben nicht ein einziges Geschenk, abgezählt jeder Tag, jede Stunde - kann uns der “Sekundentod” nicht erreichen, jetzt.

Zerbrochen ist das geistliche Gefäß wie ein Glas. Doch Gott lässt neue Liebe darin blühen. er bewahrt uns. Er führt uns.

Paradox! Der Hl. Nikolaus bringt einen Krampus mit!

krampus2.JPGHeute ist das Fest des Hl. Nikolaus, auch wenn der zweite Adventsonntag ihn “verdrängt”, so ist das halt.. Dennoch kam zum Mittagessen in unseren Konvent ein (weiblicher !!!) Nikolaus, was für ein modernes Kloster, unglaublich… Naja, jedenfalls bekam jeder einen Lebkuchennikolaus, auch der Novize - also ich -, doch dann hatte der P. Prior noch etwas Besonderes für mich parat: Einen Krampus aus gesundheitsförderlichen Früchten. Der schaut so aus, also nicht der P. Prior, sondern der Krampus. Der Nikolaus überreichte diesen mir, an den “Benjamin im Konvent”, so nennt mich der Prior immer liebevoll.

Jetzt werdet ihr euch fragen: Was bitte schön ist ein Krampus? Hier ein kleiner Ausflug ins Reich von Wikipedia. Fundiert ist es schon.

Der Krampus ist im alpenländischen Adventsbrauchtum sowie in Ungarn, Tschechien, Teilen Norditaliens und Teilen Kroatiens eine Schreckgestalt in Begleitung des Heiligen Nikolaus. Während der Nikolaus die braven Kinder beschenkt, werden die unartigen vom Krampus bestraft. Der Krampus ähnelt somit in der Funktion dem Knecht Ruprecht, es bestehen aber Unterschiede zwischen beiden Figuren: Während Knecht Ruprecht einzeln auftritt, treten die Krampusse meist in größeren Gruppen auf. Der Name leitet sich von mittelhochdeutsch Krampen „Kralle“ oder bairisch „Krampn“ ‚etwas Lebloses, Vertrocknetes, Verblühtes‘ oder ‚Verdorrtes‘ ab. Der Krampusbrauch war ursprünglich in ganz Österreich verbreitet und wurde dann in der Zeit der Inquisition verboten, da es bei Todesstrafe niemandem erlaubt war,krampus3.jpg sich als teuflische Gestalt zu verkleiden. Jedoch wurde dieser Winterbrauch in manchen schwer zugänglichen Orten weitergeführt. Ausgehend von den Klosterschulen (Kinderbischofsfest) entwickelte sichkrampus4.jpg seit Mitte des 17. Jahrhunderts der Einkehrbrauch: begleitet von Schreckgestalten, Teufeln und Tiermasken (Habergeiß), prüft und beschenkt der Heilige Nikolaus die Kinder, während die Unartigen vom Krampus bestraft werden. In vielen Dörfern und Städten gibt es auch heute noch Krampusumzüge, bei denen als Krampus Verkleidete unter lautem Lärm ihrer Glocken durch die Straßen ziehen, um Passanten zu erschrecken. Dabei machen sie auch Gebrauch von ihren langen Ruten. Krampustag ist der 5. Dezember, während das Fest des Heiligen Nikolaus auf den 6. Dezember fällt; üblicherweise erscheinen aber beide Gestalten gemeinsam am Abend des 5. Dezembers zum Teil jedoch auch am 6. Dezember.

 

Kurz: seltsame Bräuche… denn diese Krampusse (Krampi?) laufen über die Straße, pöbeln die Leute an und erschrecken kleine Kinder. Und manch einen schlagen sie wirklich mit der Rute.

Wechselhaft und sonderbar

Es gibt schon Seltsames auf dieser Welt. Das eine - worüber wir alle immer als erstes sprechen - ist das Wetter. “Und, wie ist das Wetter bei euch?” - als ob das die entscheidende Frage wäre. Aber ist tatsächlich so. Das Wetter, die “klimatischen Verhältnisse” haben etwas mit meinem emotionalen Klima in mir zu tun. Und das Äußere macht es sichtbar:

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Bei diesem Bild vom Bergleuchten (wie beim Alpenglühen) am späten Nachmittag, kurz vor Sonnenuntergang - so ist es auch diese Woche entstanden - kommen in mir Gefühle von Erhabenheit, tiefem Respekt vor dem Berg und der Natur, ich bin ergriffen und fasziniert zugleich, und ich ahne, dass dahinter noch eine “Macht” steht, die all dies in ihren Händen hält. Dass Gott wie dieser Fels ist, inmitten der Zeit, dass er strahlt und ausstrahlt…

Eine andere Stimmung hingegen dann am frühen Vormittag:

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Gewiss, kein ausgesprochen schönes Motiv, es fehlt letztlich der Schnee, auf den ich warte. Aber das Traurige, Nebulöse, leicht “tot” wirkende ergreift mich auch, löst in mir etwas Unruhiges aus, vielleicht sogar Ängstliches.

Solche Stimmungen sind also wie das Wetter. Sie beeinflussen sich gegenseitig und irgendwie gehört es dazu. Wenn wir also nach dem Wetter fragen, so scheint mir, fragen wir irgendwie auch immer danach, wie es dem anderen geht.

Und, wie ist das Wetter bei Ihnen / bei dir?

Ein kleines Weihnachtsgedicht

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(Bild mal anklicken - gaaaaaaaaaaaaaanz breit)

When the snow falls wunderbar
And the children so happy are,
When the Glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know, es ist soweit:

She is here, the Weihnachtszeit
Every Parkhaus is besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Kaufhof, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings.

Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging off the balls,
Then he from the Leiter falls…
Finally the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein
And it sings the family
Schauerlich: “Oh, Chistmastree!”
And the jeder in the house
Is packing the Geschenke aus.

Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
President speaks in TV,
All around is Harmonie,
Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.
And so comes die Feuerwehr
With Tatü, tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.
And they schrei - “Wasser marsch!”,
Christmas now is in the …
Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits…

(zugemailt bekommen, kann ja nicht so gut Englisch…)

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